Die Q11 wird zerteilt – im Gespräch mit Frau Grosch

Ab nächster Woche geht auch für die Schülerinnen und Schüler der Q11 der Präsenzunterricht in der Schule wieder los. Die Q12 startete bereits letzte Woche. Aber wie genau läuft der Präsenzunterricht für die Q11 ab? Gibt es Unterschiede zum Präsenzunterricht in der Q12? Darüber haben wir mit Oberstufenkoordinatorin Kathrin Grosch gesprochen.

Casiopeia: Guten Tag Frau Grosch, vielen Dank, dass Sie sich Zeit nehmen, mit uns über den Präsenzunterricht in der Q11 zu sprechen. Maßgabe von der Staatsregierung ist ja, dass in allen Kursen maximal 15 Leute sein dürfen. Wie ist das möglich, manche Kurse haben schließlich über 30 Teilnehmer?

Grosch: Um diese Vorgabe umzusetzen, haben wir die Q11 in zwei Gruppen aufgeteilt. Das war nicht ganz so einfach, weil wir darauf achten mussten, dass dann nicht in einem Kurs 17 Leute und in einem anderen 13 sind. Vor allem bei den großen Kursen – wie z. B. Geschichte – sind in Einzelfällen 16 Leute im Kurs. Diese Kurse finden dann aber in möglichst großen Räumen unter Wahrung aller Hygiene- und Abstandsregeln statt.

Haben manche dann eine andere Lehrkraft in den großen Kursen wie Mathe und Deutsch?

Nein. Die Gruppen haben an unterschiedlichen Wochentagen Unterricht. Eine Gruppe von Montag bis Mittwoch, die andere von Donnerstag bis Freitag. In der nächsten Woche werden dann auch die Wochentage der Gruppen gewechselt. An den anderen Wochentagen findet dann weiterhin das inzwischen bekannte „Lernen daheim“ statt.

Der Stundenplan bleibt also gleich?

Genau. Durch diese Regelung bleiben Lehrkräfte und Stundenplan gleich, und keiner hat einen Nachteil. Die Profilfächer entfallen aber im Präsenzunterricht, weil sie sowieso nicht als Abiturfach gewählt werden können. Da geht dann komplett das „Lernen daheim“ weiter.

Bis wann gelten diese Regelungen? Bzw. denken Sie, dass der Unterricht so auch noch nach den Pfingstferien oder sogar im nächsten Schuljahr auf diesem Weg stattfindet?

Die momentane Wochentagsregelung findet erstmal bis zu den Pfingstferien statt. Danach wechseln die Gruppen sich wöchentlich ab, sind also eine Woche komplett in der Schule und die andere komplett daheim. Über das nächste Schuljahr kann wohl heute niemand Prognosen machen …

Dann bleibt aber ja nicht mehr viel Zeit, um Noten zu machen. Wie ist das geregelt?

Hier gibt es klare Günstiger-Regelungen. Große Leistungsnachweise – also Klausuren – werden in diesem Halbjahr in der Oberstufe keine mehr geschrieben. Bei den kleinen Leistungsnachweisen wird entschieden, was  in diesem Halbjahr bis einschließlich 13. März schon erhoben wurde beziehungsweise, wenn das für den Schüler besser ausfällt, der Durchschnitt der kleinen Leistungsnachweise aus dem ersten Halbjahr genommen. Da möchte ich jetzt aber nicht zu sehr ins Detail gehen, die Schülerinnen und Schüler der Q11 haben dazu in einer Videobesprechung detaillierte Informationen bekommen und es wurde nochmal in einem Elternbrief bekannt gegeben.

Dann bedanke ich mich an dieser Stelle für das aufschlussreiche Interview. Ich denke, wir sind alle froh, wenn der Unterricht irgendwann wieder normal laufen kann. Oh ja!