„Es war schön“ – Herr Schmitt zum Präsenzunterricht

Auch unsere Lehrer haben Gedanken zur aktuellen und dem wieder aufgenommen Präsenzunterrichts in der Q12. Im folgenden Beitrag schildert StD Stefan Schmitt seine Eindrücke. Der Beitrag ist auch im mebis-Blog der Lehrkräfte veröffentlicht.

Hallo liebe „Schulfamilie“,

ich möchte hier kurz über die Eindrücke zur aktuellen Situation aus meiner persönlichen Sicht als Lehrer berichten.

Am vergangenen Mittwoch hatten wir eine Lehrerkonferenz – nicht an der Schule, sondern online über Teams. Ich war vorher skeptisch, denn ich kann mich mit virtueller Kommunikation nicht so recht anfreunden. Trotzdem war ich begeistert: Es war richtig schön, die Kolleginnen und Kollegen nach 6 Wochen wieder zu sehen und zu hören – neben dem offiziellen Programm wurden auch viele witzige Sprüche ausgetauscht, die ich hier lieber nicht zitieren möchte.

Am Freitag fand in der Aula eine Konferenz zur Vorbereitung des Unterrichts für die Abiturienten statt, mit Mundschutz und Sicherheitsabstand von mindestens 1,5m. Ich hatte mich schon gefreut, die Kollegen endlich wieder mal wieder physisch zu sehen. Die Enttäuschung war aber groß: durch den Abstand kam man nicht richtig ins Gespräch, und durch die Masken konnte man die Mimik der Kollegen nicht beurteilen. Das virtuelle Treffen am Mittwoch war für mich wesentlich kommunikativer als das physische Treffen, was ich nie für möglich gehalten hätte.

Am Montag fand dann wieder der Unterricht mit der 12. Jahrgangsstufe statt. Eigentlich hatte ich mich gefreut, meine Schüler endlich wieder zu sehen, aber nach den Erfahrungen aus den beiden Konferenzen hatte ich auch Angst davor, ob denn Schule mit Gesichtsmaske und Mindestabstand überhaupt möglich und sinnvoll ist. In der Nacht zuvor bin ich sogar mehrfach aufgewacht, weil ich Albträume von Schülern hatte, die die vorgegebenen und meiner Meinung nach auch sinnvollen Richtlinien nicht einhalten. Kennt ihr das? Man wacht auf und denkt sich: „Zum Glück nur ein Traum, es wird schon nicht so schlimm kommen.“

Mein Fazit nach vier Stunden Unterricht am ersten Tag: Es war wesentlich angenehmer als ich gedacht hatte. Es war schön, alle meine Schüler wieder gesehen zu haben, wenn auch nur hinter einer Maske. Der Ausdruck in den Augen, die Sprache und die Körperhaltung konnten meiner Meinung nach auch schon viel ausdrücken, nach meinem Empfinden fast genauso viel wie ohne Gesichtsmaske. Vielen Dank an dieser Stelle an meine Schüler, dass ihr so gut mit den ungewohnten und unangenehmen Rahmenbedingungen umgeht.

An alle: Bitte behaltet diesen positiven Umgang mit der unangenehmen Situation bei, „wir schaffen das“, es wird irgendwann wieder besser!

In diesem Sinne, bleibt gesund, alles Gute und: Schnauft keine Corona ein!

Viele Grüße, Stefan Schmitt