Die Elbenstifte von Matthias Teut

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Buchrezension von Gina Gebhard, 10a

Mit magischen Stiften die Seele der Welt einzufangen, das ist Farims großes Ziel. Das Problem: Seine Elbenstifte, die einzige Freude in seinem tristen Leben, sind zerbrochen worden! Um neue Stifte zu bekommen, bleibt ihm nur eine Möglichkeit: Er muss auf dem Elbenschiff anheuern und die seltenen Zutaten beschaffen. Kann er diese Mission trotz aller Gefahren und Widersacher beenden? Von dieser Reise erzählt Matthias Teut in seinem neuen Fantasyroman „Die Elbenstifte“, der im März 2019 erschienen ist. Es spielt in der Welt seiner „Erellgorh“-Trilogie, steht aber für sich allein. Der Roman begleitet auf 489 Seiten den Händlersohn Farim Peggelbohn und seinen elbischen Freund Zhinlohr auf ihrer abenteuerlichen Mission, auf der viele unerwartete Wendungen, einige neue Freunde und jede Menge Magie den Leser erwarten.

Bei „Die Elbenstifte“ handelt es sich um einen Roman, der sowohl mit seiner Geschichte als auch mit seinem Schreibstil überzeugt. Es gibt keine inhaltlichen Lücken, das Buch ist durchgängig logisch aufgebaut und beantwortet alle offenen Fragen. Dank der gelungenen Mischung aus Beschreibungen und Dialogen wird verhindert, dass die Geschichte eintönig wird, außerdem gibt es in der Satzlänge genügend Abwechslung, um nicht nur Spannung aufzubauen, sondern auch die Geschichte flüssig zu halten. Es kann allerdings am Anfang ein bisschen dauern, bis man vollkommen darin versunken ist.

Die Sprache ist passend zu der Fantasy-Welt und zu der Zeit, in der das Buch spielt, eher altertümlich gehalten, aber trotzdem noch gut verständlich. Der Autor arbeitet mit einigen sprachlichen Bildern, versteht es aber auch, den Fokus der Leser auf das Wesentliche zu lenken. Die Gedanken der Hauptperson sind zu jeder Zeit gut nachzuvollziehen.

Die Elben haben in dieser Welt eine ganze eigene Sprache, die vom Autor sehr gut ausgearbeitet worden ist und das Einfühlen in das Ambiente erleichtert. Das Cover ist hauptsächlich in Grün- und Grautönen mit nur wenigen Bildern gehalten, gerade diese Schlichtheit weckt allerdings das Interesse am Buch. Am Anfang des Romans findet man eine Karte der Welt, auf der man während Farims Reise den Überblick behalten kann.

„Jedes Geschöpf […] hatte seinen Zauber. Man musste nur hinschauen und es denen zeigen und erklären, die es nicht sehen konnten.“: In dem Buch geht es unter anderem um Selbstvertrauen und wahre Freundschaft, denn beides muss Farim auf seinem Weg erst noch finden. Auch das Gefühl, anders zu sein, wird in der Geschichte gut umgesetzt und kann vom Leser ohne große Probleme nachvollzogen werden. Natürlich ist auch die Magie ein großer Aspekt, und zwar nicht nur solche, wie sie den Stiften innewohnt, sondern auch die Magie der alltäglichen Dinge.

Das Buch enthält also eine spannende und geschickt erzählte Geschichte, vermittelt unterschwellig aber auch verschiedene Botschaften. Alles an diesem Roman, vom Umschlagcover bis zum Worldbuilding, ist unzweifelhaft sehr liebevoll gestaltet und ausgearbeitet. Es ist hauptsächlich für Jugendliche und junge Erwachsenen geschrieben, kann aber definitiv allen High-Fantasy-Fans empfohlen werden.

„Dicht Fest“-Verlag, Karte: Sören Meding, Illustrationen und Covergestaltung: Florian Jonak, ISBN: 978-3-946937-03-6, Preis: 14,95€, 489 Seiten, Erscheinungsdatum: März 2019

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