Weiter geht’s – Wie man sich am Casi gegen das Virus wappnet

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Wie in allen anderen Gymnasien in Bayern, dürfen bzw. müssen auch am Casi die Schüler/-innen der Oberstufe wieder in die Schule kommen – natürlich nur unter Einhaltung aller Hygieneregeln. Aber wie wird das momentan am Casi umgesetzt? Um das herauszufinden, habe ich mich in die Schule gewagt und mit unserem stellvertretenden Schulleiter StD Hannusch gesprochen.

In die Schule herein kommt man – im Gegensatz zu anderen Schulen in Bayern oder auch Coburg – nur durch eine Tür: den Haupteingang im C-Bau nach vorherigem Klingeln. Sinn des Ganzen ist, dass der Zutritt geregelt ist. Bei den momentanen knapp 100 Schülerinnen und Schülern der Q12 und aufgrund der Aufteilung knapp 50 Schülerinnen und Schüler lässt sich das auch noch leicht bewerkstelligen. Wenn dann irgendwann wieder viel mehr Schüler in die Schule dürfen, muss hier wahrscheinlich ein anderer Weg gefunden werden. Wenn man im Aulavorraum angekommen ist, sieht man zunächst ein Schild mit den Hygieneregeln: also Abstand, Mund-Nase-Maske, Lüften, Hände waschen und Niesen in die Armbeuge.

In jedem Klassenzimmer dürfen nur 15 Schülerinnen und Schüler sitzen. Dadurch kann der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

Diese Schilder hängen auch an allen übrigen Klassenzimmertüren. In den Klassenzimmern selbst hat sich auch einiges verändert: Die Tische stehen nun so, dass zwischen den Schülerinnen und Schülern immer mindestens 1,5 Meter Abstand eingehalten wird und maximal 15 in einem Zimmer sind. Im Kunstsaal ist es von Frau Losansky so gelöst, dass auf den Tischen mit „Benutzungserlaubnis“ ein roter Zettel klebt.

Bis jetzt habe ich nur die sichtbaren Maßnahmen thematisiert, aber natürlich hat sich am Unterricht auch einiges grundlegend geändert. Wie gesagt sind in allen Kursen maximal 15 Schüler/-innen. In der Q12 werden Deutsch und Mathe parallel unterrichtet, sodass bei keinem kurz vor dem Abi der Mathe- oder Deutschlehrer wechselt. Die Kurse werden einfach zweigeteilt. In der Q11 gibt es zwei Gruppen, die an unterschiedlichen Tagen in die Schule kommen, sodass jeder mindestens eine Woche Unterricht bis zu den Pfingstferien hat. In den verbleibenden 6 Wochen bis zu den Sommerferien gibt es einen wöchentlichen Wechsel für die Gruppen zwischen Präsenzunterricht und Lernen daheim.

In der nächsten Woche kehren dann auch die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen in zwei Gruppen im 14-Tage-Rhythmus wieder in die Schule zurück. Es füllt sich also langsam wieder und wirkt nicht so gespenstisch.

Die Pausen finden generell in den Klassenzimmern statt, damit die Infektionsgefahr weiter verringert wird. Kontakte mit Menschen aus anderen Kursen kann es folglich nur auf dem Weg zum Klassenzimmer und beim Toilettengang geben – hier wird auf die Intelligenz der Schüler gesetzt.

Durch all diese Maßnahmen wird das Infektionsrisiko am Casi deutlich reduziert. Bis wir irgendwann zur Normalität zurückkehren können, wird es wohl noch eine Weile dauern – leider. Aber zusammen können wir diese schreckliche Krise bewältigen. Auch wenn wir uns physisch nicht bei den Händen fassen dürfen, müssen wir jetzt zusammenhalten. Denn nur zusammen können wir das schaffen.

Soziale Distanz heißt bedeutet nicht unbedingt, dass wir unsere sozialen Kontakte – unsere Freunde – vernachlässigen müssen oder sollen, wir müssen lediglich physisch Abstand nehmen. Das fällt zwar oft schwer, aber durch die Möglichkeiten der Digitalisierung können wir auch weiterhin in Kontakt bleiben. Dadurch, dass mittlerweile fast jeder ein Smartphone und funktionierendes Internet hat, können wir auf neuen Wegen miteinander reden. Doch um wieviel mehr habe ich es als befreiend erlebt, meine Klassenkameraden diese Woche im Unterricht wiederzusehen – der größere Abstand im Klassenzimmer war dabei nicht wirklich störend.

Ich, wie wahrscheinlich wir alle, wünsche mir die Rückkehr zur Normalität – aber es geht im Leben nicht immer nach unseren Wünschen. In den Schulgottesdiensten singen wir manchmal am Schluss das schöne Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen”. Das wünsche ich uns allen. Und während ich es mir wünsche, klingen mir die Worte der letzten Strophe im Ohr: „Bis wir uns ‚mal wiedersehen, hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt; er halte dich in seinen Händen, doch drücke seine Faust dich nie zu fest.“